Steter Blick nach vorn: Energiemanagement bei C&D

C&D wird mit nachhaltigen Maßnahmen offizieller Schrittmacher der KlimaExpo.NRW

Weizen steht bei C&D im Mittelpunkt aller Innovationen, Entwicklungen, Lösungen und Produkte. Als einer der führenden Spezialisten in Europa für die Zerlegung von Weizen in seine originären Bestandteile und deren Veredelung zu maßgeschneiderten Produkten für viele Industriebranchen des Food- und Non-Food-Bereichs schöpft C&D aus einem natürlichen, nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoff. Diese Nachhaltigkeit auch in den Bereichen und Prozessen des Unternehmens weiterzuführen ist C&D ein wichtiges Anliegen. Seit Jahrzehnten gehört umweltschonendes und nachhaltiges Handeln zu den zentralen Unternehmenszielen. Das bedeutet für C&D, als Teil der Crespel & Deiters Unternehmensgruppe, sich der Verantwortung zu stellen, die ökologischen Anforderungen mit den ökonomischen Belangen und den sozialen Aufgaben des Unternehmens in Einklang zu bringen und für alle Seiten zielführend zu agieren. Täglich wird bei C&D daran gearbeitet, Einsparpotenziale zu identifizieren und diese konsequent zu nutzen, um so ein nachhaltiges Wirtschaften zu sichern und die Umwelt für zukünftige Generationen zu schützen. Für sein systematisches Energiemanagement wurde C&D nicht nur mit dem EnergieInnovationspreis.NRW ausgezeichnet, sondern jetzt auch zum offiziellen Schrittmacher der KlimaExpo.NRW ernannt.

Schrittmacher für eine energieeffiziente Zukunft

Zu den wichtigsten Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gehören die Umsetzung der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele. Nordrhein-Westfalen ist beim Thema Klimaschutz bundesweit ganz vorn. Um die Anforderungen besser umzusetzen, hat die Landesregierung die Initiative KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Hier treffen sich Vorreiter und Schrittmacher, die den Klimaschutz zukunftsträchtig vorantreiben und damit Impulse für die Entwicklung Nordrhein-Westfalens geben. Aufgrund der bisherigen Erfolge und weiteren Zielsetzungen in puncto Nachhaltigkeit und Klimaschutz wurde C&D zum offiziellen Schrittmacher der KlimaExpo.NRW ernannt. Das heißt, dass der Weizenspezialist aus Ibbenbüren mit seinen Maßnahmen im Energiemanagement hilft, die Klimaschutzziele zu verwirklichen und Klimaschutz als Fortschrittsmotor sichtbar zu machen. Im Rahmen der KlimaExpo.NRW verpflichtet sich C&D auch zukünftig an seiner Klimabilanz zu arbeiten und diese trotz geplanter Produktionssteigerung weiter zu senken.

Seit 1987 leitet Gustav Deiters am deutschen Stammsitz in Ibbenbüren als geschäftsführender Gesellschafter die Geschicke von Crespel & Deiters

„Seit über 160 Jahren arbeitet Crespel & Deiters mit Weizen. Der bewusste und effiziente Umgang mit diesem und anderen Rohstoffen ist für die Umwelt und damit für uns alle lebenswichtig. Nachhaltigkeit und umweltverträgliches Handeln sind bei C&D dementsprechend zentrale Unternehmensziele. Wir sind permanent bestrebt, Energiesparpoteniale zu erkennen und zu nutzen.“  (Gustav Deiters, geschäftsführender Gesellschafter von Crespel & Deiters in fünfter Generation)

Unternehmensziel Nachhaltigkeit

Bei C&D werden pro Jahr über 250.000 Tonnen Weizenmehl zerlegt und zu funktionellen Produkten veredelt, die in unterschiedlichsten Industriebranchen des Food- und Non-Food-Bereichs Anwendung finden. Das benötigt viel Energie. Elektrische Energie für den Antrieb von Maschinen und Wärmeenergie für die Trocknung der Endprodukte. Hier Energie einzusparen ist für C&D und für die Umwelt von größtem Interesse. Die Mitarbeiter sind darauf geschult, Energieeinsparpotenziale zu entdecken und zu nutzen. Für eine systematische Vorgehensweise sorgt ein ISO 14001-zertifiziertes Umweltmanagementsystem und ein Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001.

Die Gewinnung von Stärke und Proteinen aus Weizenmehl ist ein energieintensiver Prozess, weshalb bei C&D am Hauptsitz in Ibbenbüren konsequentes Energiemanagement seit vielen Jahren Bestandteil des unternehmerischen Handelns ist.

Reduktion des Energiebedarfs

Einsparpotenziale zu entdecken und zu nutzen ist das eine. Den Energiebedarf zu reduzieren das andere. Bis 2020 hat sich C&D als Schrittmacher ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt.

Klimaschutzziele C&D bis 2020

  • Reduktion des spezifischen Energieverbrauchs um 3 Prozent
  • Reduktion des Frischwassereinsatzes von 1,7 m³ pro Tonne Weizenmehlverarbeitung auf 1,4 m³/t

Mit umfangreichen technischen Sanierungs- und Umrüstungsmaßnahmen, wie u.a. der Sanierung der Warmwasserzentrale und der Großraumwasserkessel, der Integration einer Wärmerückgewinnung in den Entgaser, den Einsatz von LED-Beleuchtung auf dem Firmengelände spart C&D heute schon rund 1,5 GWh Wärme und etwa 310 MWh Strom pro Jahr ein. Der Bedarf an Frischwasser, das für die Verarbeitung des Weizenmehls benötigt wird, konnte innerhalb der letzten zehn Jahre durch die Einführung moderner Technik und durch ein effizientes Wasserrecycling um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Mit der immer erweiterten KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) deckt C&D heute in der Produktion seinen kompletten Strom- und Wärmebedarf. Zusätzlich können jährlich noch circa zwei GWh Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden. Die innovative Mehllager- und Trennanlage (MT-Anlage) am Standort Ibbenbüren bringt weitere wichtige Energiesparpotenziale. Die Prozessschritte in der MT-Anlage erfolgen weitgehend über natürliche Schwerkraft und minimieren so den Energieeinsatz

Die Grundlage für sein Energiemanagement legte C&D vor rund 20 Jahren mit einer eigenen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Durch den Wirkungsgrad von 90 % erzielt die erdgasbetriebene KWK-Anlage, die höchstmögliche Energieausbeute durch zeitgleiche Energieerzeugung in Form von Strom und Heißgas.
Die neue MT-Anlage ermöglicht weitere Energiesparpotentiale.

Weitere Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2020:

  • Senkung des Energieverbrauchs durch neue, energieeffiziente Maschinen und Anlagen
  • Effizienzanalyse zur Erschließung neuer Einsparpotenziale
  • Reduzierung des Frischwasserverbrauchs durch maximales Wasser-Recycling
  • Thermische Einsparung von jährlich zwei GWh durch Nutzbarmachung der Abwärme aus dem Öl-Kreis der Gasturbine für einen neuen Stärke-Trockner
  • Verpflichtung zu nachhaltigem Wirtschaften in der gesamten Lieferkette
  • Fragebögen und Audits zur Selbstbeurteilung der Lieferanten für die wichtigsten Güter